Neuromonitoring auf ITS - FAQs

Was ist das aEEG überhaupt?

Das Amplituden-integrierte EEG (aEEG) wurde Ende der 60er Jahre von Prior und Maynard entwickelt zur kontinuierlichen Überwachung der cerebralen Aktivitäten. Das aEEG war jedoch durch Patente über einen langen Zeitraum geschützt, was einer weiten Verbreitung entgegenstand.

In den 80er Jahren wurden für das aEEG im Bereich der Neonatologie Applikationen entwickelt, insbesondere für Frühgeborene. Ziel war die frühe Einschätzung des Outcomes bei asphyktischen Frühchen.

Das Roh-EEG zeigt neben Amplituden- auch Frequenzinformationen. Auf dem Monitor sind maximal, je nach Auflösung, nur wenige Sekunden dargestellt. Wenn der Betrachter einzelne Ereignisse nicht erfasst hat, sind wichtige Information dieser Momentaufnahme ungenutzt.

Das aEEG ist eine komprimierte Darstellung des EEGs, bei der mehrere Stunden als Trend zu überblicken sind.

Bei der Berrechnung des aEEG werden höhere Frequenzen und EMG-Artefakte ausgefiltert und die Amplitudeninformationen komprimiert dargestellt. Das Ergebnis ist eine kompakte Darstellung des EEG-Verlaufs. Auffälligkeiten erscheinen durch sprunghafte Veränderungen der Amplitudenlage.

Weiterer Vorteil ist, dass abnorme Veränderungen durch Mustererkennung auch vom geschulten Intensiv-Personal erkannt werden können, wo hingegen das Roh-EEG nur von erfahrenen Intensivmedizinern oder Neurologen interpretiert werden kann.