

Das Fettgewebe bei einem Lipödem ist kein „Reservefett“, wie beim Übergewicht. Beim Lipödem sind die Fettzellen an den Extremitäten anders ausgebildet. Diese Fettdepots kann man nicht durch Diäten oder Abmagerungskuren verringern. Das fehlverteilte Unterhautfettgewebe weist Strukturschwächen auf, die auch die dort liegenden Lymphgefäße betreffen: Aussackungen der beginnenden (initialen) Lymphgefäße, sodass die Lymphe nicht schnell genug und ggf. nicht ausreichend aufgenommen werden kann. Wird das Lipödem nicht gezielt behandelt, entsteht nach einiger Zeit meistens begleitend ein Lymphödem. Man spricht dann von einem Lip-Lymphödem, welches unbehandelt auch die klassische Folge des Lymphstaus, die lymphostatische Fibrosklerose (LFS), zeigt. Dabei handelt es sich um eine Vermehrung und Verhärtung des Bindegewebes.




